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I’m Perfect

Mit musikalischer Exzellenz werben? Das Jerusalem Symphony Orchestra (JSO) beweist Mut, stellt die Brüche seiner Existenz und Identität in den Fokus und erzählt mit „Perfect Imperfection“ bewegende Geschichten.
Die Skulptur auf dem Platz des Sonycenter Berlin
Die Skulptur auf dem Platz des Sonycenter Berlin

Storytelling im öffentlichen Raum

Für „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ stehen wir mit unserem Auftraggeber JSO vor der Herausforderung, eine begehbare Skulptur für den öffentlichen Raum zu entwickeln. Ergebnis ist ein Hingucker: ein anamorphes Erlebnis, das an Orten wie dem Sony Center Berlin oder am Odeonsplatz zwischen Münchner Residenz, Feldherrnhalle und Theatinerkirche Menschen in den Bann zieht, zu Entdeckungsreisen animiert und Dialoge initiiert.
Die Silhouette der Stadt Jerusalem spiegelt sich in der Skulptur wider

Themen setzen: dem Markenkern auf der Spur

Am Anfang steht die Kernbohrung: Im Kreativprozess mit Projektleiter Maxim Antoshin gehen wir dem Unique Selling Point (USP) des Ensembles auf den Grund. Wie selten sonst prägen kontraststarke Charaktere und ihre abenteuerlichen Geschichten die faszinierende DNA des Orchesters. Sie spiegeln eine besondere Form der Resilienz wider und lassen sich zum belegbaren Kern des Marken-Narrativs entwickeln.

In einem zweiten Schritt ging es darum, in Interviews Stories und Zitate von so vielen Menschen wie möglich zu sammeln, die im Orchester oder mit dem Orchester gearbeitet haben. Über das konkrete Projekt hinaus war der Prozess-Schritt von grundlegender Bedeutung für Selbstverständnis und Markenstrategie. Die Kompetenz in Redaktion und Formatentwicklung war hier ein Schlüssel, um aus der Fülle des Materials die richtigen Fragmente wie in einem Mosaik zu setzen, die in sich geschlossen sind aber auch in der Gesamtheit ein plastisches Bild zeichnen.

Die Skulptur als Miniaturmodell
Die Skulptur als Miniaturmodell

Anamorpher Perspektivenwechsel

Die Ansprüche an die Übersetzung der identifizierten Markenwerte in eine begehbare Skulptur waren hoch. Sie musste transportabel sein und ohne akustische Beschallung auskommen, sie sollte künstlerisch gestaltet und ein Ort der thematischen Auseinandersetzung werden, über die Vielstimmigkeit Geschichten erzählen sowie auf eine separat gestaltete Website führen.

Die Wahl fiel auf eine lebensgroße anamorphe Installation: Auf einem riesigen Bodenprint schlängeln und kreuzen sich wie Lebenswege Zitate in Sprachen von Hebräisch, Deutsch, Englisch bis Russisch. In einer verspiegelten Litfaßsäule wird das Geheimnis der Installation sichtbar: Die scheinbar ziellosen Linien formen sich zu einer 365°-Silhouette der Stadt Jerusalem und werden damit zum buchstäblichen Perspektivenwechsel und zum Spiegel von Sehnsüchten.

Die konsequente Trennung von Themensetzung und Umsetzungsform führte mit dem Jerusalem Symphony Orchestra zu einem neuen Narrativ. Aus dem kreativen Prozess konnten wir strategische Markenoptionen weit über die konkrete Live-Kommunikation und Intervention im öffentlichen Raum hinaus aufzeigen.

What's Your Journey?

Ein Prozess gegen Oberflächlichkeit

Storytelling, das doppelt wirkt: Wir zeigen, wie man die relevanten Geschichten freilegt, wahrhaft erzählt und damit Marken entwickelt.